"mädchen", 2007,   acryl auf jute, 100 cm x 100 cm

herzlich willkommen bei "für Afrika" 

`für Afrika´ ist zur zeit mein wichtigstes kunstprojekt. eigentlich ist es mehr als ein reines kunstprojekt. es ist kunst, happening, information, politische forderung und charity in einem. alles in allem also eine recht komplexe und scheinbar komplizierte angelegenheit.

 wie ist  `für Afrika´ entstanden?

die eröffnungsveranstaltung des kultursommers rheinland-pfalz findet / fand in diesem jahr in meiner heimatstadt andernach statt. dies ist an sich schon grund genug um aktiv zu werden. doch der entscheidende auslöser war für mich das übergeordnete thema des kultursommers:   

 das verhältnis kunst / kultur und politik

nach der frage, ob man etwas machen sollten, stellte sich die noch wichtigere frage nach dem  was.  doch auch diese frage wurde rasch geklärt. das land rheinland-pfalz pflegt seit 25 jahren eine partnerschaft mit dem ostafrikanischen staat ruanda. verbunden mit meiner liebe zur afrikanischen kunst und formensprache stand das thema afrika damit bereits nach kurzer überlegung fest.

wo steckt das politische element in `für Afrika´?

die lösung gesellschaftlicher probleme ist das originäre aufgabenfeld der politik. die aufgabe der kunst besteht demgegenüber nicht in der lösung von problemen, sondern im   aufzeigen von problemen; in der thematisierung von missständen und forderungen. die kunst hat dabei die möglichkeit mit emotionaler kraft zu arbeiten und auch solche menschen zu erreichen, die für politische themen weniger zugänglich sind.

um welche probleme afrikas geht es?

genau an dieser frage kristallisiert sich das dilemma des schwarzen kontinents. die probleme afrikas sind von einer erdrückenden vielzahl, unterschiedlichkeit, komplexität und grausamkeit. mir als maler ist es nicht möglich die probleme afrikas erschöpfend aufzuarbeiten. aber gerade in diesem unvermögen liegt der kreative ansatz von `für Afrika´.

die idee

meine arbeit konzentriert sich darauf einen anstoß zu geben. ich kann einige probleme afrikas aufgreifen. aber wichtiger ist, daß es gelingt SIE als besucher dieser website und der ausstellung zu aktivieren. SIE sind es, die sich jetzt gedanken machen sollen. und SIE sollen forderungen formulieren.

...  nein  ...   eigentlich sollen sie keine "forderungen" stellen.                                 forderungen, ansprüche, einklagbare rechte ...   all dies sind kategorien der politik, und alle ergangenen forderungen der vergangenheit konnten afrika bislang leider auch nicht helfen. wir sollten uns bescheiden und einfach nur bitten.

mein wunsch und meine hoffnung besteht darin, daß die besucher eine fürbitte für afrika formuliert. unter fürbitten können sie ihre fürbitte sofort online stellen. wenn sie wünschen können sie natürlich auch anonym bleiben.

die form der fürbitte soll zudem die friedlichkeit der aktion unterstreichen. wir wollen keine aggressiven oder ultimativen forderungen stellen. die stärke dieser aktion liegt in ihrem friedlichen und sanften ansatz. bitte unterstützen sie diesen gedanken.

georg hadamitzky